Gesundheit wird bei der THI als ganzheitliches Konzept mit körperlichem, seelischem und sozialem Wohlbefinden definiert, wozu außerdem ein gesichertes Einkommen gehört.

 

Krankenhaus

Die medizinische Gesundheitsversorgung besteht aus einem Krankenhaus mit 24 Betten, einem OP, einer Ambulanz, einem Kreissaal, einer Neonatologie und der Möglichkeit Basisdiagnostik mit Hilfe von einem einfachen Labor, einem Röntgengerät, einem Sonographiegerät und seit kurzem einem Gastroendoskop durchzuführen. Gerade wird außerdem eine eigene kleine Intensivstation gebaut.


 

Gesundheitsaufklärung und Prävention

Fester Bestandteil des THI-Konzepts für eine verbesserte Gesundheitsversorgung ist das Ausbildungsprogramm für ,,Gesundheitshelferinnen”. Da viele Dörfer in den umliegenden Hügeln extrem abgelegen und teilweise immer noch ohne Verkehrsanbindung sind, wird pro Dorf eine verheiratete Frau in medizinischem Grundwissen unterrichtet, um beispielsweise Anzeichen einer Lungenentzündung bei Kindern anhand der Atemfrequenz und anderer leicht feststellbarer Parameter zu erkennen und diese dann gegebenenfalls zu den Ärzten zu schicken. Diese Gesundheitshelferinnen bekommen Medikamente gestellt, dienen als Ansprechpartnerinnen in Sachen Ernährung und Hygiene, können bei Geburten helfen oder koordinieren das Weiterleiten von Patienten ins Krankenhaus. Durch diese, in erster Linie der Prävention und Aufklärung dienenden Maßnahmen konnte beispielsweise die Kindersterblichkeit deutlich gesenkt werden.


 

Da die Bevölkerung hier primär von Landwirtschaft lebt, wurde ein besonderer Fokus darauf gelegt, diese zu verbessern, nachhaltig und umweltverträglich zu gestalten und faire Absatzmärkte zu finden. Hierzu wurde eine Gesellschaft für ökologische Landwirtschaft gegründet (SOFA = Sittilingi Organic Farmers Association), welche sich komplett selbstständig verwaltet und über zweihundert ,,Biobauern” betreut. Vor allem die biologische Baumwolle und das biologische Tamarindenpulver sind mittlerweile in ganz Südindien gefragt und werden zu guten Konditionen verkauft. So konnte das Einkommen vieler Familien verbessert werden und außerdem ein Beitrag zu ihrer Gesundheit geleistet werden, da sie ihr eigenes biologisches Gemüse und Obst anbauen und nicht mehr mit schädlichen Pestiziden in Berührung kommen.


 

Ein weiterer Aspekt des Projekts umfasst die Wiederbelebung von traditionellen Handarbeiten, um Frauen ein eigenes Einkommen zu ermöglichen. Der Markenname Porgai bedeutet in der Lambardi Sprache Stolz. Es werden wunderschön bestickte Kleider, Bettwäsche und Accessoires wie z.B. Geldbeutel angeboten.

Gerade für Freiwillige und Besucher ist der Shop eine tolle Möglichkeit, sich vor Ort neu einzukleiden, um sich ins Bild von Sittilingi einzufügen und diese tolle Handwerkskunst zu unterstützen.


 

Kooperation mit einem Bildungszentrum

„Thulir“  ist ein Ort, an dem sich Kinder nach der Schule treffen können, um zu spielen und zu lernen oder aber um Ansprechpartner bei Problemen zu finden. Unter anderem werden Schulabbrecher betreut und sie können handwerkliche und technische Fähigkeiten erwerben, um ihre Berufschancen zu verbessern.